Sansibar & Pemba

Das Archipel Sansibar besteht aus zwei Hauptinseln und etwa 51 umliegenden kleineren Inseln. Unguja, die größte Insel, wird ebenfalls häufig Sansibar genannt. Unguja ist etwa 85 km lang und 30 km breit. Die zweitgrößte Insel des Archipels ist Pemba, etwa 67 km lang und 20 km breit. In der Umgebung dieser beiden Hauptinseln liegen andere, kleinere Inseln und Inselchen.

Sansibar ist ein eigenständiger Teilstaat der Vereinigten Republik Tansania und verfügt über eine eigene halb-autonome Regierung, die aus dem Revolutionary Council (Revolutionsrat) und dem House of Representatives (Abgeordnetenkammer) besteht. Die Mitglieder dieser beiden Regierungsorgane werden entweder gewählt oder ernannt. Die offiziellen Sprachen sind Swahili und Englisch. 95% der Einwohner sind Anhänger des Islam. Die Hauptstadt ist Sansibar-City (Stone Town), eine historische, geschäftige Stadt mit engen Gassen, die von Gebäuden aus Korallenstein gesäumt sind.

Sansibar liegt etwa 40 km (25 Meilen) von der Küste Ostafrikas entfernt im Indischen Ozean, etwa 5 Grad südlich des Äquators. Die Nordspitze von Pemba liegt fast auf der gleichen Höhe wie die tansanische Hafenstadt Tanga, während sich die Südspitze von Unguja auf der Höhe der historischen Stadt Bagamoyo befindet, die ebenfalls auf dem tansanischen Festland liegt. Die fruchtbaren Regionen im Zentrum und im Westen von Unguja sind am dichtesten besiedelt. Der östliche Teil der Insel hingegen besteht aus sehr alten Korallenfelsen und ist somit für die Landwirtschaft ungeeignet. Die Ostküste wartet mit spektakulären Stränden und Riffen auf, die diese Region zum idealen Ort für Fischerdörfer sowie für Gästehäuser und Resorts für Touristen macht.

Unguja Island

Unguja, die bekannteste Insel, stand über ein Jahrtausend lang im Zentrum der Geschichte des Indischen Ozeans. Entdecker, Sultane, Sklavenhändler und Kaufmänner wählten Sansibar als strategischen Umschlagpunkt, den sie, von den Monsunwinden entlang der Handelsrouten oder von erträumten Reichtümern und Wohlstand angetrieben, von Sternkarten angeführt oder infolge von Flucht oder Entdeckungstouren aufgrund religiöser Eroberungszüge erreichten. Die Geschichten der Abenteurer wurden von Sheherazade in 1001 Nacht verwoben und überzeugten somit andere romantische Träumer davon, ihrem Glück und dem Wind gen Süden zu folgen. Der historische Charme von Stone Town, die palmengesäumten Bilderbuch-Strände, farbenprächtige Riffe und der Stolz der Landsleute auf ihre Kultur, der von jeder Strandhütte, jedem Tempel und jedem Innenhof ausstrahlt, lockt immer noch Besucher aus aller Welt an.

Pemba Island

Pemba befindet sich etwas 50 km nördlich von Unguya und ist weniger dicht besiedelt. Die Insel ist auch unter ihrem arabischen Namen „Al Khudra“ bekannt, was so viel bedeutet wie „grüne Insel“. Diesen Namen gaben arabische Seefahrer der Insel aufgrund der üppigen Vegetation, die sie dort vorfanden, nachdem sie auf ihrer Reise Richtung Süden die karge Küste entlang gesegelt waren. Pemba ist von steilen Hügeln mit Palmen, Gewürznelken und Gummibäumen, Reisfeldern und dem Ngezi-Wald im Norden überzogen. Pemba ist ein Granitfels, der sich aus dem Indischen Ozean erhebt, und somit selbst kontinentale Landmasse ist. Grüne Hügel ziehen sich durch die Plantagen bis hin zu den makellosen weißen Sandstränden. Auf den verschiedenen Inseln und in den unzähligen Buchten gibt es zahlreiche wunderschöne Strände. Die Riffe und Kanäle ermöglichen den besten Tauchspaß und Hochseefischerei, während die Inselbewohner die edlen Manieren und ausgezeichnete Gastfreundschaft der Küsten-Swahili verkörpern. In Pemba ist der Tourismus noch nicht so entwickelt wie in Unguya, aber es werden bereits Resorts gebaut und die Infrastruktur wird sich verbessern, wenn die Zahl der Touristen steigt.